Aktuelles

Vortrag 25. Februar 2019:  Die Geschichte des Observatoriums Kanzelhöhe


Fotos: J.Stübler


Das 70-Jahr-Jubiläum der Inbetriebnahme des Observatoriums Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung bei Villach im Jahr 2013 gab den Anstoß dazu, seine Gründungsgeschichte zu erforschen. Die Ergebnisse sind im Dezember 2017 als Buch unter dem Titel: "Die Überwachung der Sonne. Die frühen Jahre des Observatoriums Kanzelhöhe" erschienen und geben Aufschluss über die Anfänge der Sonnenbeobachtung auf der Kanzelhöhe von 1941 bis 1955. Das Observatorium war während des Zweiten Weltkriegs als Teil eines größeren Netzwerks an Beobachtungsstationen von der deutschen Luftwaffe errichtet worden und gehörte zu einem groß angelegten Sonnenbeobachtungs- und Sonnenforschungsprogramm. Ziel war es, u. a. zuverlässige Vorhersagen der idealen Frequenzbänder für den Militärfunk zu erstellen, nachdem in den 1930er Jahren festgestellt worden war, dass die Sonnenaktivität den Kurzwellenfunk beeinträchtigt. Nach dem Krieg wurde das Observatorium der Universität Graz angegliedert, die es bis heute führt.

Die Referentin: Gundi Jungmeier wurde 1976 geboren und wuchs in St. Georgen am Kreischberg auf. Danach studierte sie Geschichte an der Universität Wien. Zu ihren Veröffentlichungen als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Ausstellungskuratorin am Universalmuseum Joanneum in Graz zählen Arbeiten in den Bereichen Alltagsgeschichte sowie Erinnerungskultur- und Identitätsforschung. Seit 2013 ist sie als selbständige Historikerin und Autorin tätig.

Totale Mondfinsternis 21. Jänner 2019

Die Totale Mondfinsternis am Montag, 21.01.2019, konnte in Mitteleuropa am frühen Morgen in ihrem gesamten Verlauf bis zum Sichtbarkeitsende beobachtet werden. Es war dies eine Finsternis für Frühaufsteher.


Das Ergebnis von 4 1/2 Stunden Beobachtungszeit bei -9°C Foto: Herbert Raab
HIER DAS BILD IN HOHER AUFLÖSUNG


Aufnahme von unserem Vereinsmitglied Rudolf Plohberger aus Hellmonsödt


Auch aus der Stadt Linz heraus vom Balkon, war die Finsternis gut zu verfogen - wie die beiden Bilder von unserem Linzer Vereinmitglied Paul Koller beweisen.


Refraktor: F = 500mm, 1/5 Kamera: Canon 1000D, 1600 ASA, BZ = 1 sec.


Vom Arbeitsplatz aus gesehen - Foto:Erwin Günther


Vom Bett aus durchs Schlafzimmerfenster mit dem Handy ;-) Johannes Stübler


Vom Dachfenster aus über die Nachbarhäuser geschaut - Franz Pribil


Mit dem Handy durchs Okular - Didi Pröslmayr


Gleich ist's vorbei  ..... Kurt Dobersberger

Die Finsternis  fand statt, als sich der Mond nahe des Perigäums (Erdnähe) seiner Umlaufbahn befand und erforderte einen freien Blick nach Nordwesten.
In den Medien spricht man immer wieder gerne von einem "Supermond", welcher mit einer Totalen Mondfinsternis ("Blutmond") zusammenfällt.
Tatsächlich ist der scheinbare Durchmesser des Erdtrabanten dann um 14% größer als in der erdfernsten Position.
Geübte Mondbeobachter können diesen Unterschied durchaus visuell wahrnehmen, Gelegenheitsbeobachter wohl kaum. Hinter den medial aufgeblasenen Begriffen  "Supermond" und "Blutmond" verbirgt sich also eher etwas ziemlich Unspektakuläres, von der Tatsache abgesehen, dass eine Finsternis an sich immer ein schönes und beobachtenswertes astronomisches Ereignis ist, das auch diese Finsternis wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.  Die nächste totale Mondfinsternis, die von Linz aus in vollem Verlauf zu sehen sein wird, findet erst am 31. Dezember 2028 statt!

Montag, 21. Januar 2019 - die nachfolgenden Daten beziehen sich auf Linz

Länge: 14:18:03.34573
Breite: 48:19:14.1001

4h33m35s

Partielle Mondfinsternis beginnt

Positionswinkel=118.0°, Vertikal-Positionswinkel=72.9°, Höhe=30.2°, Azimut=266.4° W, Sonnenhöhe=-31.3°

5h40m48s

Totalität beginnt

Positionswinkel=147.3°, Vertikal-Positionswinkel=102.6°, Höhe=19.4°, Azimut=278.2° W, Sonnenhöhe=-20.2°
6h12m17s

6h12m17s

Grösste Finsternis: Totale Mondfinsternis

Saros-Nummer: 134, Grösse=1.201, Positionswinkel=186.9°, Vertikal-Positionswinkel=143.2°
Helligkeit=-1.9mag, Danjon-Skala L=2.8 (eher hell), Durchmesser=33.55'
Dauer der totalen Phase=63.0 Minuten, Dauer der partiellen Phase=197.4 Minuten, 
Dauer der Halbschattenfinsternis=314.5 Minuten, ET-UT=69.2sek
Höhe=14.4°, Azimut=283.5° WNW, Sonnenhöhe=-15.0°

6h43m48s

Totalität endet

Positionswinkel=226.5°, Vertikal-Positionswinkel=184.3°, Höhe=9.6°, Azimut=288.8° WNW, Sonnenhöhe=-10.0°
7h51m02s

7h51m02s

Partielle Mondfinsternis endet

Positionswinkel=255.8°, Vertikal-Positionswinkel=218.3°, Höhe=0.2°, Azimut=300.4° WNW, Sonnenhöhe=0.6°

 

Rückblick Jahreshauptversammlung 14. Jänner 2019


Fotos: Franz Pribil


Tagesordung:
1. Begrüßung der Anwesenden und Eröffnung der Hauptversammlung durch den Obmann
2. Tätigkeitsbericht des Obmanns über das abgelaufene Vereinsjahr
3. Bericht des Kassenführers über die Vereinsgebarung
4. Bericht über das Ergebnis der Kassenprüfung
5. Abstimmung über Änderungen der Vereinsstatuten
6. Entlastung der alten Vereinsleitung
7. Vorschläge für die Wahl der neuen Vereinsleitung
8. Wahl der neuen Vereinsleitung
9. Festsetzung des Mitgliedsbeitrages
10. Arbeitsprogramm für das laufende Jahr
11. Allfälliges

Günther Martello erklärte hauptsächlich die Änderungen in den Satzungen, deren Markanteste die Änderung des Vereinsnamens ist. Diesem Vorhaben ging schon eine jahrelange Diskusssion voraus, denn der Name war einfach zu sperrig, zu lange "Linzer Astronomische Gemeinschaft - Johannes Kepler - im O.Ö. Volksbildungswerk" musste in jedem offiziellen Schriftstück so angeführt werden. Die immer wieder inoffiziell verwendete Abkürzung "LAG" war eigentlich nur vereinsintern und nicht in der Öffentlichkeit bekannt. Da wir mit der Sternwarte wesentlich bekannter sind haben wir uns dazu entschlossen diese auch zum Vereinsnamen zu machen. Der Verein tritt nun kurz und aussagekräftig unter "Kepler Sternwarte Linz" auf. Die Satzung wird demnächst auf der Webseite aktualisiert.

Kurt Gussner brachte seinen Kassabericht und Erich Meyer den Bericht der Kassaprüfung vor. Diese drei Berichte wurden jeweils zur Abstimmung gebracht und ohne Gegenstimmen abgeschlossen. Auch die Wahl des neuen Vereinsvortandes verlief einstimmig

Obmann: Günther Martello
Obmann-Stellvertreter: Andreas Bauer
Schriftführerin: Ulrike Gschwandtner
Schriftführer-Stellvertreter: Martin Degwerth
Kassenführer: Kurt Gussner
Kassenführer-Stellvertreter: Gerald Maschek
Rechnungsprüfer:
Erich Meyer, Thomas Schobesberger

Beiräte: Klaus Bernhard, Johann Bachlmayr, Kurt Dobersberger, Erwin Günther, Dietmar Hager, Markus Hoflehner, Peter Lagler, Robert Mayrhofer, Julian Penzinger, Stefan Pichler, Franz Pribil, Dietmar Pröslmayr, Alexander Puchmayr, Herbert Raab, Florian Raber, Harald Schmidt, Daniela Schobesberger, Irene Steininger, Wolfgang Stroh, Johannes Stübler, Günther Truhlar, David Voglsam


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