Aktuelles - Archiv 2009

Partielle Mondfinsternis am Silvesterabend

Mit einem himmlischen "Feuerwerk" der besonderen Art ging das Astronomiejahr 2009 zu Ende: Am Silvesterabend ereignete sich eine partielle Mondfinsternis. Trotzdem der Abend zunächst großteils bewölkt verlief und sich teilweise sogar leichter Regen einstellte, tauchten gerade rechtzeitig einige Wolkenlücken auf, die einen Blick auf den verfinsterten Mond zuließen. Das unten stehende Bild zeigt den Mond zum Zeitpunkt der größten Verfinsterung um 20:22 MEZ, als rund 3% des Mondes vom Kernschatten der Erde verfinstert wurden.

Eine Vorschau auf die Himmelsereignisse des kommenden Jahres finden Sie in unserer astronomische Vorschau auf 2010 (220 kB pdf-Dokument).

Foto: Herbert Raab

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Franz Kerschbaum

Auch bei unserem letzte astronomische Vortrag im heurigen Internationalen Jahr der Astronomie war der Gewöbesaal im Landeskulturzentrum Ursukinenhof bis auf den letzten Platz gefüllt. Univ.-Prof. Dr. Franz Kerschbaum vom Institut für Astrinomie der Universität Wien sprach zum Thema "Astronomisches Weltbild im Wandel" und ließ dabei die Fortschritte der Astronomie und Kosmologe in den letzten vier Jahrtausenden Revue passieren.

Fotos: Siegi Grammer

Dies Academicus an der KTU Linz

Ist Gott der Lückenfüller der Wissenschaft, für alles was sie nicht erklären kann? Oder ist die Theologie wissenschaftsfeindlich? Was macht unser Welbild aus? Braucht die Theologie die Naturwissenschaft und umgekehrt? Was sind die Reibungsflächen zwischen der Physik und der Metaphysik? Diese, und viele teils ins Philosophische gehenden Fragen, wurden beim Dies Academicus 2009 der Katholisch Theologischen Privat-Universität Linz (KTU) erörtert. Die Linzer Astronomische Gemeinschaft hat zur Rahmengestaltung dieser Veranstaltung mit astronomischen Geräten und Bildern beigetragen. Ein uns bestens bekannter Astronom, nämlich Univ.-Prof. Dr. Franz Kerschbaum (er wird schon am 16. November 2009 wieder bei uns in Linz zu Gast sein), beleuchtete den wissenschaftlichen Teil und unser LAG-Mitglied Univ.-Prof. Dr. Franz Gruber brachte den theologischen Aspekt ein. Nach weiteren wissenschaftlichen und naturphilosophischen Statements entwickelte sich eine angeregte Diskussion unter den mehr als 200 Teilnehmern.

Fotos: Johannes Stübler

Lange Nacht der Wissenschaft

Auf Einladung der Volkshochschule Linz hin haben Mitglieder der Linzer Astronomischen Gemeinschaft während der Langen Nacht der Wissenschaft am Samstag, den 7. November 2009 auf der Dachterasse der Linzer Wissensturms zwei transportable Teleskope aufgestellt. In der Dämmerung konnte zunächst noch der Riesenplanet Jupiter beobachtet werden, dann schloß sich aber bald wieder die Nebeldecke über Linz, und die über 250 Besucher mussten sich mit Beobachtungen von Stadtobjekten begnügen. Der Ausblick, 16 Stockwerke hoch über den Straßen von Linz, konnte auch gennutzt werden, um auf die Porblematik der Lichtverschmutzung hinzuweisen.

Fotos: Johannes Stübler

Vortrag von Prof. Mucke

Rund 60 Besucher lauschten am Montag, den 19. Oktober 2009 im Ursulinenhof den Ausführungen von Prof. Hermann Mucke (Astronomisches Büro Wien): Sein Vortrag stand unter dem Titel "Astronomie am Beginn der Astrophysik: Eine Forschungswende". Prof. Mucke nahm damit Bezug auf den Quartalsschwerpunkt "Astronomie, Astrophysik und unser Weltbild" des Astronomiejahres 2009. Passend zu diesem Schwerpunkt wird auch das Thema beim Vortragsabend am 16. November 2009 sein, wenn Prof. Franz Kerschbaum zum Thema "Astronomisches Weltbild im Wandel" - Was wir Aristarch, Kopernikus, Kepler, Newton, Einstein und anderen verdanken" referieren wird.

Fotos: Siegi Grammer

Astronomers without Borders

Das Internationale Jahr der Astronomie ist mit seiner Fülle an Angeboten und Veranstaltungen nahezu unüberschaubar. Österreichische Astronomische Organisationen und Vereine sind weltweit an unterschiedlichsten Plätzen und bei verschiedensten Ereignissen vertreten. So natürlich auch die LAG. Aus dieser Fülle sei nachfolgendes Beispiel herausgegriffen:  Seit dem Sommer 2009 ist auf Initiative unseres Mitgliedes Johannes Stübler die LAG bei der internationalen Organisation  "Astronomers without Borders" (AWB) vertreten. Hier sein Bericht der ersten internationalen Remote-Observing-Session des AWB.  

Lange Nacht der Museen

Während der ORF-Langen Nacht der Museen am 3. Oktober 2009 konnten wir nicht weniger als 451 Besucher auf der Sternwarte begrüssen - damit erreichten wir an diesem Abend die höchste Besucherfrequenz seit der totalen Sonnenfinsternis 1999. Bei weitgehend klarem Himmel konnten die Besucher mit den Teleskopen der Sternwarte sowie mit einigen zusätzlich aufgebauten transportablen Instrumenten einen Blick auf den Vollmond und den Planeten Jupiter werfen, sich bei den laufend abgehaltenen Kurzvorträgen über die Größenverhältnisse in unserem Sonnensystem informieren, oder sich auch mit einem Paar Würstel stärken.

Fotos: Siegi Grammer

Kinderplanetenweg Lichtenberg

In Lichtenberg bei Linz wurde am 2. Oktober 2009 der neu erreichtete Kinderplanetenweg feierlich eröffnet. Ausgangspunkt des rund 7 Kilometer langen Weges ist das Modell der Sonne direkt beim Gemeindeamt in Lichtenberg. Dort findet sich auch eine Wegbeschreibung der Route, die hinauf zur Gis und dann wieder zurück an den Ausgangspunkt führt. Der Planetenweg, der auf Initiative der Volksschul-Direktorin Ida Regl unter reger Mitwirkung der Schüler, Eltern, Lehrer und zahlreicher weiterer Helfer entstand, zeigt die Sonne und die acht Planeten des Sonnensystems im maßstabgerechter Größe und Entfernung. Zu jedem Modell gibt es umfassende Informationen, die kindergerecht aufbereitet, aber natürlich auch für Erwachsene interessant sind. Ergänzt werden die Stationen teilweise durch Modelle von Raumsonden, die den jeweiligen Planeten besucht haben.

Einen Filmbericht von der Eröffnung gibt es bei bildungs.tv.

Links: Eröffnung des Kinderplanetenwegs in Lichtenberg.
Rechts: Ausgangspunkt des Planetenwegs ist das Modell der Sonne beim Gemeindeamt Lichtenberg.

Astronomische Reise nach Prag

Unser diesjähriger Vereinsausflug führte uns nach Prag, wo Johannes Kepler 1609, also vor genau 400 Jahren, seine ersten beiden Gesetze der Planetenbewegung formulierte. Programmpunkte der Reise waren eine Besichtigung des
Barockschlosses in Benatek (Benatky nad Jizerou), wo Tycho Brahe und Johannes Kepler im Jahr 1600 erstmals zusammentrafen, ein astronomischer Rundgang durch Prag (inklusive Erklärungen zur weltbekannten astronomischen Uhr am Altstädter Rathaus, Führung durch den astronomischen Turm am Clementinum, und Besuch des nur wenige Tage zuvor neu eröffneten Museums im Kepler-Haus) ein Besuch des Štefánik-Observatoriums in Prag, sowie eine Führung durch das Observatorium der tschechischen Akademie der Wissenschaften in Ondrejov.

Auf Schloß Benatek (Benatky nad Jizerou) trat unser Kassier Kurt Gussner in die Fußstapfen von Tycho Brahe.
Links: Die astronomische Uhr am Altstädter Rathaus wurde 1410 konstruiert und gebaut, und später mehrmals erweitert.
Rechts: Der astronomische Turm des Prager Clementinums aus dem 18. Jahrhundert.
Links: Denkmal für Tycho Brahe und Johannes Kepler.
Rechts: Das Hauptinstrument des Prager Štefánik-Observatoriums, ein Doppelrefraktor von Zeiss aus dem Jahr 1908.
Links: Eine der historischen Kuppeln des Ondrejov-Observatoriums aus dem Jahr 1912.
Rechts: Das 2m-Spiegelteleskop in Ondrejov zählt zu den größten Teleskopen in Zentraleuropa.
Unsere Reisegruppe auf Schloß Benatek.
Fotos: Gerald Maschek und Herbert Raab

"Sternennacht" am Linzer Hauptplatz

Zur Eröffnung des diesjährigen Ars Electronica Festivals fand am 3. Oktober 2009 am Linzer Hauptplatz eine Sternennacht statt. Schon ab den Vormittagsstunden fanden verschiedene Workshops statt, Live-Schaltungen zum European Southern Observatory und zur International Space Station versetzten die Zuseher virtuell an die Orte moderner Weltraumforschung, und Expertenrunden (u.a. mit dem "Austronauten" Franz Viehböck und dem Gentechniker Josef Penninger) diskutierten die Fortschritte der aktuellen Forschung.

Für den Abend war eine Beobachtung des Sternenhimmels mit zahlreichen, von Hobbyastronomen zur Verfügung gestellten Teleskopen, geplant. Um diese Beobachtungen zu ermöglichen, war von 22:00 bis 24:00 Uhr eine Abschaltung der öffentlichen Beleuchtung am und um den Hauptplatz geplant. Unternehmen und Privathaushalte waren ebenfalls aufgefordert, störende Lichter abzuschalten oder zu dimmen. Leider spielte das Wetter nicht mit: Dichte Wolken und immer wieder durchziehende Regenschauer verhinderten die Beobachtung von Mond und Sternen.

Obwohl keine Beobachtung des Sternenhimmels möglich war, fand die Lichtabschaltung (wenn auch im etwas reduziertem Ausmaß) dennoch statt. Dr. Dietmar Hager, Astronomie-Beauftragter des AEC und langjähriges LAG-Mitglied, informierte während dieser Zeit die zahlreichen Gäste am Hauptplatz über das Phäomen der Lichtverschmuzung und die damit verbundenen Konsequenzen für Natur, Umwelt und Mensch. Wenn auch Sie Informationen zu diesem Thema wünschen, erhalten Sie diese beispielsweise auf der Webseite www.hellenot.org.

Logo der Sternennacht (© Emiko Ogawa) und der noch hell erleuchtete Linzer Hauptplatz.
Einige Amateurastronomen trotzten am weitgehend abgedunkelten Hauptplatz mit ihren Instrumenten der schlechten Witterung.
Dietmar Hager und Claudia Woitsch vom ORF informierten die Besucher der Sternennacht.
Fotos: Gerald Maschek und Herbert Raab

"Sternenstaub" im Ars Electronica Center

Auch das Ars Electronica Center (AEC) in Linz setzt einen Schwerpunkt zum Astronomiejahr 2009: Am 7. Juli wurde die Sonderschau „Sternenstaub“ eröffnet, die noch bis 23. August zu sehen sein wird. Die Ausstellung lädt Besucher ein, selbst zum Entdecker zu werden, sich mit dem Mikroskop die Sterne vor die Linse zu holen, in die Haut von Astronauten zu schlüpfen oder einen Marsrover zu steuern. Im DeepSpace des AEC kann man mit Hilfe beeindruckender, großformatiger 3D-Projektionen in das Weltall vordringen. Auch das größte Stück Mondgestein, das jemals in Österreich zu sehen war bzw. ist, ist Teil der Ausstellung. Unser langjähriges Mitglied Dietmar Hager hat als Astronomie-Koordinator am AEC die Ausstellung wesentlich mit gestaltet. Darüber hinaus tritt die LAG als Leihgeber für verschiedene Meteoritenproben auf.

Links: Eröffnung der Ausstellung durch Gerfried Stocker, Dietmar Hager und Vizebürgermeister Erich Watzl.
Rechts: Besucher erforschen die Marslandschaft im AEC.
Im SpaceLab können verschiedene Meteorite mit Mikroskopen betrachtet werden,
darunter das größte Stück Mondgestein, das jemals in Österreich zu sehen war (links)
Der DeepSpace ermöglicht mit seiner großformatigen 3D-Projektion eine beeindruckende Reise in die Tiefen des Weltalls
Fotos: Herbert Raab

Vortrag von Dr. Günther Wuchterl

Der Vortrag "Wie viele Sterne sehen wir noch?" von Dr. Günther Wuchterl am 15. Juni 2009 konnte wegen dem Großbrand, der sich einige Tage zuvor im Linzer Ursulinenhof ereignet hatte, nicht, wie geplant, dort stattfinden. Glücklicherweise konnte die Veranstaltung kurzfristig und unkompliziert in das Ars Electronica Center verlegt werden.

Wuchterl führte bei seinem Vortrag aus, dass der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärkte Sternenhimmel immer mehr in der Lichterflut versinkt. Um diesen Verlust dokumentieren, und so auch entgegenwirken zu können, hat sich die Aktion "Wie viele Sterne sehen wir noch?" zum Ziel gemacht, die Himmelsaufhellung über Österreich mit Hilfe von Messungen und Beobachtungen zu erfassen. Bitte, unterstützen auch Sie dieses Unternehmen durch Ihre Beobachtung! Eine Anleitung dazu finden Sie auf der Webseite sternhell.astronomy2009.at.

Fotos: Gerald Maschek, Siegi Grammer

Vortrag von Dr. Thomas Posch

Am 18. Mai 2009 referierte Dr. Thomas Posch von der Universitätssternwarte Wien unter dem Motto "Die Abschaffung der Nacht - Fatale Konsequenzen für Mensch und Natur" zu unserem Themenschwerpunkt "Lichtverschmutzung". Während Dr. Posch das Phänomen der Lichtverschmutzung und seine Auswirkungen auf die Natur, die Umwelt und den Menschen beschrieb, wird Dr. Günther Wuchterl bei seinem Vortrag am 15. Juni zeigen, wie sich die Lichtverschmutzung zunehmend ausbreitet, und wie man diese Ausbreiteung erfassen und dokumentieren kann.

Fotos: Siegi Grammer

Erste Ergebnisse vom Lightmeter

Seit einigen Wochen ist nun der Lightmeter der Kepler-Sternwarte im Einsatz. Dieses Instrument misst kontinuierlich die Himmelshelligkeit und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erfassung der Lichtverschmutzung. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor. Beispielhaft sollen hier die Messungen aus einer mondlosen Nacht gezeigt werden: Links erkennt man zunächst den Abfall der Helligkeit in der Abenddämmerung, bis am Ende der Dämmerung ein konstantes Niveau erreicht ist. Auffällig ist (besonders in der Vergrößerung unten) die stufenförmige Abnahme der Himmelshelligkeit um 21:00 UTC = 23:00 MESZ, wenn ein Teil der öffentlichen Beleuchtung abgeschaltet wird. Weitere Stufen sind um 22:00 UTC = 24:00 MESZ und um 23:00 UTC = 01:00 MESZ erkennbar. Die isolierten Spitzen sind auf die Verkippung glutflüssiger Schlacke im Stahlwerk der voestalpine zurückzuführen. Gegen Ende der Nacht steigt die Himmelshelligkeit mit dem Einsetzen der Morgendämmerung dann wieder an. Die lila gefärbte, horizontale Linie entspricht der Helligkeit des Vollmondes.

Auch unsere Monatsvorträge am 18. Mai und am 15. Juni widmen sich dem Themenbereich Lichtverschmutzung. Darüber hinaus möchten wir alle Interessenten dazu aufrufen, mit einer einfachen Beobachtung die flächendeckende Erfassung der Lichtverschmutzung zu unterstützen: Eine Beobachtungsanleitung und ein Webformular zur Erfassung der Ergebnisse finden Sie auf der Webseite sternhell.astronomy2009.at.

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Werner W. Zeilinger

Die Entwicklung des Teleskops als Forschungsinstrument über vier Jahhunderte lies Prof. Werner Zeilinger von der Universitätssternwarte Wien bei seinem Vortrag am 20. April 2009 revue passieren. Der Bogen streckte sich dabei vom Patentantrag des Hans Lipperhey im Jahr 1608 und den ersten astronomischen Beobachtungen von Galileio Galilei 1609 bis hin zu den heutigen Großteleskopen. Ein Ausblick auf zuküftige Weltraumteleskope und gigantische erdgebundene Teleskopprojekte rundeten den interessanten Abend ab.

Fotos: Gerald Maschek

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Max Lippitsch

Im Jahre 1609 richtete Galileio Galilei ein Fernrohr zum Himmel und Johannes Kepler veröffentlichte seine "Neue Astronomie". In Erinnerung an diese großen Fortschritte feiern wir heuer, exakt 400 Jahre danach, das Internationale Jahr der Astronomie.

In seinem Vortrag am 16.März beleuchtete Univ.-Prof. Dr. Max Lippitsch von der Universität Graz nicht nur die Geburtsstunde der "neuen Astronomie", sondern ging auch auf die vielen Wegbereiter ein, die in den Jahrhunderten davor das Weltbild der Menschheit bestimmten.

Mit der Geschichte des Teleskpos und den Möglichkeiten, welches dieses Instrument der Wissenschaft bis heute auftut, wird sich Univ.-Prof. Dr. Werner Zeilinger beim nächsten astronomischen Monatsvortrag der LAG am 20. April 2009 befassen.

Fotos: Gerald Maschek

Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Hensler

Am 16. Februar 2009 sprach Univ.-Prof. Dr. Gerhard Hensler, Vorstand des Instituts für Astronomie der Universität Wien, in dem bis auf den letzten Platz (über)füllten Gewölbesaal im Ursulinenhof. Seinem Thema "Die heutigen Fragen der Astronomie und Astrophysik" entsprechend zeigte Prof. Hensler ein breites Spektrum ungeklärter Fragen auf, welche die Astronomen, Physiker und Astrophysiker wohl noch auf viele Jahre hinaus beschäftigen werden.

Übrigens wird Prof. Hensler demnächst wieder in Linz zu Gast sein, diesemal beim Kepler-Salon der Kulturhauptstadt Linz'09. Dort wird er am 23. März zum Thema "Welche Strukturen besitzt das Universum? Die Entwicklung vom Urknall bis heute" sprechen. Nähere Informationen zu diesem Termin finden Sie auf der Webseite des Kepler-Salons.

Fotos: Gerald Maschek

Eröffnungsveranstaltung zum Astronomiejahr 2009

Die österreichische Eröffnungsveranstaltung zum Astronomiejahr 2009 fand am 20. Jänner 2009 in der Aula der Wissenschaften in Wien statt. Der Theatersaal mit historischen Deckenmalereien war bis zur letzten Sitzreihe gut gefüllt. Unter den Gästen war auch eine Delegation der Linzer Astronomischen Gemeinschaft. Nach der Eröffnung druch den Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn und dem Leiter des Instituts für Astronomie der Universität Wien, Prof. Dr. Gerhard Hensler, gab es ein abwechslungsreiches Programm, durch das Ministerialrat Dr. Daniel Wesel führte. Höhepunkt war dabei die Uraufführung des Dramuletts "Kepler, Galilei und das Fernrohr" von und mit DDr. Thomas Posch, Prof. Dr. Franz Kerschbaum und Doz. Dr. Thomas Lebzelter.

Links: Der Festsaal in der Aula der Wissenschaften
Rechts: Bundesminister Hahn eröffnet das Astronomiejahr 2009
Links: Ministerialrat Wesel führt durch Programm
Rechts: Thomas Posch (links, als Kepler) und Franz Kerschbaum (rechts, als Galilei).
Fotos: Gerlad Maschek

Jahreshauptversammlung der LAG

Am 19. Jänner 2009 fand im Linzer Ursulinenhof die Jahreshauptversammlung der Linzer Astronomischen Gemeinschaft (LAG) statt. Neben der vom Vereinsgesetz vorgegebenen Agenda (Bericht des Kassiers und der Kassaprüfer, Wahl der Vereinsleitung, etc.) lies Siegi Grammer in einem knapp einstüdigen DVD-Film die astronomischen Highlights und die Aktivitäten der LAG im Jahr 2008 Revue passieren. (Kopien dieser DVD können übrigens gegen einen geringen Unkostenbeitrag bei den Vereinsabenden und Sternführungen auf der Kepler-Sternwarte erworben werden.) Weiters berichtete Klaus Bernhard über seine Entdeckungen und Beobachtungen veränderlicher Sterne, für die er als einer der Preisträger im Wettbewerb "Das Universum im Koffer" auch auf Daten des Weltraumteleskops MOST zurückgreifen konnte.

Links: Obmann Herbert Raab eröffnet die Jahreshauptversammlung
Rechts: Klaus Bernhard berichtet über seine Entdeckungen und Beobachtungen veränderlicher Sterne
Fotos: Siegi Grammer

DVD Eyes on the Skies zum Astronomiejahr 2009

Vor 400 Jahren, im Jänner 1609, richtete der italienische Astronom Galileo Galilei erstmals ein Teleskop für astronomische Beobachtungen gegen den Himmel. Johannes Kepler veröffentlichte im selben Jahr sein bahnbrechndes Werk "Astronomia nova", in dem er mit den beiden ertsen Kepler'schen Gesetzen erstmals eine Art physikalischer Begründung für die Bewegung der Planeten herleiten konnte. In Erinnerung an diese großen Fortschritte und an die Bedeutung der Astronomie für die Kultur der gesamten Menschheit hat die UNESCO das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie erklärt.

Als Einstimmung auf das Internationale Jahr der Astronomie erhalten Mitglieder der Linzer Astronomischen Gemeinschaft (LAG) mit der nächsten Ausgabe der Vereinszeitung Wega kostenlos ein Exemplar der DVD Eyes on the Skies, dem offiziellen Film der Internationalen Astronomischen Union (IAU) zum Astronomiejahr 2009. Der Film zeichnet in eindrucksvollen Bildern die Entwicklung der astronomischen Teleskope nach, und wirft auch einen Blick auf zukünftige astronomischer Instrumente. Übrigens haben mit Daniela Schobesberger und Herbert Raab zwei Mitglieder der LAG an der Übsersetzung des Manuskripts für die deustchsprachige Synchronisation dieses Films mitgearbeitet.

Einen Überblick über die Aktivitäten zum Astronomiejahr 2009 im Österreich erhalten Sie auf der nationalen Webseite.


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