Aktuelles - 2026

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Montag Vortrag 15.06.2026 - "Gaia der Galaxienwanderer", 19Uhr30, Wissensturm Linz
      Vortragender: Dr. Selim Ansari, ESA - europäische Weltraumagentur


Die Mission Gaia wurde im Jahr 2013 gestartet, um die Positionen, Bewegungen und Entfernungen von Sternen mit bislang unerreichter Genauigkeit zu vermessen. Als Nachfolgerin der äußerst erfolgreichen Mission Hipparcos erlaubt Gaia Messungen von winzigsten Sternbewegungen, anhand derer sich sogar indirekt feststellen lässt, ob Sterne von Planeten umkreist werden. Durch die präzise Vermessung von rund zwei Milliarden Sternen hat Gaia unser Verständnis von Aufbau, Entstehung und Entwicklung unserer Galaxie grundlegend erweitert. Der Vortrag stellt die vielfältigen Anwendungen der Gaia-Daten vor und zeigt anhand ausgewählter Beispiele, welche neuen Erkenntnisse sich daraus gewinnen lassen.

RÜCKBLICK Vortrag vom 18.05.2026, 19Uhr30, Wissensturm Linz,
"Space-Tech: Von der Vision zur Realität – Wie gute Ideen den Weg in die Wirtschaft schaffen"
Vortragender: Dr. Florian Schirg - Senior Consultant in Deep Tech, ESA


Fotos: Gerald Maschek



Fotos: links: ESERO/ rechts: ChatGPT

Wo entstehen bahnbrechende Innovationen? Und wie gelingt der Sprung von der Idee zur erfolgreichen Markteinführung, besonders in der faszinierenden Welt der Space-Tech?
In diesem inspirierenden Vortrag gab Dr. Florian Schirg exklusive Einblicke in die Dynamik von High-Tech-Inkubatoren: Wie unterstützen sie visionäre Gründer*innen dabei, aus technologischen Pionierleistungen nachhaltige Unternehmen zu formen? Welche strategischen Schritte durchlaufen Start-ups, um ihre Erfindungen nicht nur marktreif, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich zu machen?
Dr. Florian Schirg teilte praxisnahe Erkenntnisse und zeigte auf, wie aus mutigen Ideen die Technologien von morgen werden. Das Thema Marketing wurde mit großem Enthusiasmus rübergebracht und für Zuhörer die mit Wirthschaftstheorie nichts zu tun haben, gab der Vortrag einen guten Einblick in diese Welt. Dr. Schirg hat erläutert, wie Innovationen entstehen, d.h. was die Anlässe für Innovationen sind und warum eine Innovation nicht gleich zu einem marktreifen Produkt führt und welche besonderen Herausforderungen im Hinblick auf die Raumfahrttechnik in diesem Zusammenhang bestehen. In einem weiteren Schritt wurde beleuchtet wie die Innovation aus wirtschaftlicher Sicht dann zum verkaufsfähigen Produkt reift und welche Stufen sie da durchläuft: von der Selektion der Ideen über die Inkubation zur Akzeleration. Erörtert wurde auch welche Fehler bei der Auswahl der förderwürdigen Innovationen gemacht werden können und welche Risiken damit verbunden sind, Dr.Schirg ist im Bereich der Inkubation tätig, bei dem Ideen unterstützt durch Förderungen zum potenziell marktreifen Produkt entwickelt werden. Der Erfinder oder Innovator muss bei diesem Schritt nichts zurückzahlen und geht auch keine Verpflichtungen ein. Erst beim Schritt der Akkzeleration, der Förderung der Vermarktung, müssen Gewinn- oder Unternehmensanteile abgegeben werden. Als Beispiel für eine konkrete Projektumsetzunge wurde das des Ionentriebwerk-Herstellers Enpulsion angeführt. Die Besucher des Abends erfuhren auch Einiges zum Werdegang des Vortragenden und wie er für die Astronomie (Raumfahrttechnik) begeistert wurde.

RÜCKBLICK - Vortrag Montag 20. APRIL 2026, 19 Uhr 30, Wissensturm Linz.
"Grenzen des Lebens auf der Erde und deren Auswirkungen auf mögliches Leben auf anderen Planeten "
Vortragender: Astrobiologe Dr. Sebastian Gfellner


Fotos: Gerald Maschek, Johannes Stübler


Die Besucher dieses interessanten Vortrages lernten an diesem Abend aus kompetenter Hand das spannende interdisziplinäre Forschungsfeld der Astrobiologie kennen, das sich mit der Frage beschäftigt, ob und wie Leben im Universum entsteht, existiert und sich entwickelt. Ziel der Forschungen ist es eine der größten Fragen überhaupt zu beantworten: Sind wir allein im Universum? Dabei sind verschieden Gebiete Gegenstand der aktuellen Untersuchungen und es spielen mehrere Wissenschaften zusammen vor allem die Bereiche: Biologie (Leben und Organismen), Astronomie (Planeten, Sterne, Galaxien), Chemie (Bausteine des Lebens),Geologie (Planetenbedingungen)
Dr. Gfellner forscht als Geomikrobiologe und Organischer Geochemiker zu Fragestellungen der Astrobiologie und der Möglichkeit, Leben am Mars zu detektieren, und ist gerade Researcher in Residency am Ars Electronica Center. Neben Bakterien und Eukaryoten, zu denen Pilze, Pflanzen und Tiere, also auch wir Menschen selbst gehören - sind Archaeen eine der drei Domänen des Lebens. Viele Archaeen sind Extremophile, die sich in heißen Quellen, säurehaltigen Seen, heißen Tiefseequellen und Salzseen wohlfühlen. Was für uns Menschen "extreme" Bedingungen sind, ist für diese Organismen einfach ihr natürlicher Lebensraum. Die erstaunliche Anpassungsfähigkeit von Archaeen erweitert die Grenzen, innerhalb derer Wissenschaftler*innen nach Leben außerhalb der Erde suchen.


Doch auch darüber hinaus gibt es bei anderen Organismen erstaunliche Anpassungsfähigkeit, welche unser Verständnis von der Definition des Lebens herausfordert. Doch wie genau könnte man sich nun Leben auf anderen Planeten vorstellen und welchen Bedingungen müssten sie dort standhalten können? Der Vortrag bot eine Reise in die Geheimnisse der für das freie Auge unsichtbaren Mikroorganismen, deren Anpassungsfähigkeiten zu Extremsituationen und was das für das Leben auf anderen Planeten bedeuten würde.
An diesem Abend haben wir auch LUCA kennengelernt, den gemeinsamer Ursprungspunkt in der Evolution. LUCA steht für "Last Universal Common Ancestor" also der letzte universelle gemeinsame Vorfahre allen heutigen Lebens auf der Erde. Er ist die gemeinsame Ausgangsform, von der alle heutigen Organismen abstammen also: Bakterien, Archaeen und komplexe Lebewesen wie Pflanzen, Tiere und Menschen. Er lebte vor etwa 3,5 bis 4 Milliarden Jahren also relativ kurz nach der Entstehung der Erde. Wie LUCA ausgesehen hat wissen wir nicht genau. Er wurde indirekt rekonstruiert durch Vergleich von Genen heutiger Lebewesen und bei der Suche nach gemeinsamen genetischen Bausteinen basierend auf der Evolutionstheorie von Charles Darwin.



LUCA war vermutlich eine einfache Zelle (kein komplexer Organismus)und hatte bereits: eine DNA oder RNA, einen grundlegenden Stoffwechsel und Mechanismen zur Energiegewinnung. Er war schon überraschend fortgeschritten und kein bloßer chemischer Zufall.



Wer mehr zur Person des Vortragenden und zum spannenden Forschungsgebiet der Astrobiologie erfahren möchte folge dem Link des Vortragenden, den er am Schluss in seiner Präsentation den Besuchern eingeblendet hat: https://linktr.ee/sebastian_gfellner

RÜCKBLICK - Vortrag Montag 16. März 2026, 19 Uhr 30, Wissensturm Linz.
     "Warum es Leben im Universum gibt – Eine kosmologische Betrachtung"
     Vortragender: Erich Meyer, Kepler Sternwarte Linz
Fotos & Collagen: Johannes Stübler

Unser international bekanntes Vereinsmitglied Erich Meyer stellte einmal mehr seine astronomische Vielseitigkeit unter Beweis. Ob in der Astrofotografie, in der Astrometrie, im rechnerischen Umgang mit den aktuellen Datenbeständen des Gaia-Kataloges oder im geschichtlichen Bereich rund um Johannes Kepler. Erich Meyer ist ein begeisterter Wissensvermittler und so gab er uns an diesem Abend sein topaktuelles Wissen im Bereich der hochkomplexen Kosmologie weiter.



Erich Meyer entführte die zahlreich erschienene interessierte Zuhörerschatft in die frühe Universumsdynamik.



Er startete die Zeitreise bei einer Millionstel Sekunde nach dem Urknall und führte uns in in die Zeit bis heute, in der die Sonne als Stern der dritten Generation für das Leben auf der Erde verantwortlich zeichnet. Der Vortrag zeigte auf welche Feinabstimmungen, ja unglaubliche Zufälle für den Lauf der Entwicklung unseres Universums und dem kosmischen Kreislauf notwendig gewesen sind, um den Boden für die Entstehung von Leben aufzubereiten. Diese Ereignisse ziehen sich von der Baryogenese über die Phasen der Nukleosynthese, bis zu Supernovas in denen die unscheinbaren Neutrinos eine Rolle von elementarer Bedeutung spielen, ohne die kein Leben entstehen hätte können. Auch wie unsere Sonne durch einen Zusammenstoß entstanden ist, wurde in diesem Vortrag erklärt. Diese und weitere unglaubliche und scheinbar zufälligen Vorgänge waren die Grundlage für die Entstehung von Leben und regten die Vortragsbesucher zum Staunen und Nachdenken an. Die teilweise für den Zuhörer nicht leicht zu verdauende Kost lockerte Erich Meyer mit schönen Deep Sky Aufnahmen von Sternentstehungsgebieten gepaart mit Musik auf.
Doch damit nicht genug- der Vortragende wagte abschließend mit den Zuhörern einen kühnen Blick in mögliche Zustände vor dem Urknall und wie vielleicht nach derzeit geltenden kosmologischen Theorien der Quantenphysik das Universum entstanden ist bzw. wie Universen (Multiversen) generell entstehen könnten.



Polarlichtaufnahmen 19./20. Jänner 2026


RÜCKBLICK Monatsversammlung - Montag 9. Februar 2026, 19 Uhr 30, Wissensturm Linz.
     "Vom Wüstensand zum Weltraum: Astronomie zwischen einem kleinen Observatorium und der ELT-Baustelle in Chile"
     Vortragender: Ao. Univ.Prof. Stefan Kimeswenger


Fotos: Gerald Maschek

Die zahlreich erschienen Besucher erfuhren hautnah aus erster Hand, wie man unter extremen Bedingungen eigene Teleskope und Messstationen baut und betreibt.
Wie das Leben dort außerhalb der Wissenschaft aussieht und wie es sich anfühlt an der Entstehung eines astronomischen Giganten wie dem ELT beteiligt zu sein.


Der Vortragende gab packend und authentisch eine Beschreibung des Alltags in dem relativ "kleinen" Rolf-Chini-Cerro Murphy Observatory verbunden mit einem exklusiven Blick hinter die Kulissen moderner Großteleskopprojekte im Allgemeinen und im Speziellen anhand der Großbaustelle des ELT. Die Erzählungen rund um die Errichtung und den Betrieb eines Echelle Spektrographen am 1,5 Meter ASA-Teleskop rundete das Gesamtbild praxisnah und anschaulich ab.
Der Vortragende zeigte, wie die Leidenschaft für die Atacama selbst, aber auch die Begeisterung für den Sternenhimmel Chiles, diese Region zu einem magischen Ort für jeden Astronomie-Enthusiasten macht.




RÜCKBLICK - Monatsversammlung, Montag 19. Jänner 2026, 19 Uhr 30, Wissensturm Linz.
Mitglieder des Vereins und des Vereinsvorstandes trafen sich zum jährlichen Rückblick auf das abgelaufene Vereinsjahr 2025 + Ausblick auf das Jahr 2026.
Es war dies eine öffentliche Veranstaltung, in der in kurzen Präsentationen das abgelaufene Vereinsjahr präsentiert wurde, und Interessenten einen Einblick in die Aktivitäten des Vereins Kepler Sternwarte Linz gewinnen konnten. Der Obmann Günther Martello brachte einen Rückblick auf die Aktivitäten des letzten Vereinsjahres und einen Ausblick auf das Jahr 2026. Der Kassier Kurt Gussner hat einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Vereinskassa gegeben und Johannes Stübler präsentierte ein paar aktuelle Fakten zu den Aktivitäten und Entwicklungen auf den Vereins-Sternwarten auf der Hohen Dirn, Gramastetten, Davidschlag und St. Johann. Unterstützt wurde er dabei von Erwin Günther, der die Renovierung der Sternwarte Gramastetten maßgeblich im letzten Jahr organisiert hat. Der Abend hatte auch die Aktivitäten auf der Kepler Sternwarte in Linz und zukünftige Entwicklungen zum Inhalt.


Im Anschluß an den Vortrag bot sich am Nachthimmel ein spektakuläres Polarlicht. Dieses Himmelsschauspiel wurde von einigen Mitgliedern der Kepler Sternwarte Linz an unterschiedlichsten Plätzen in eindrucksvollen Aufnahmen im Laufe der Nacht dokumentiert.
So hat zB. direkt von Linz aus, Walter Schreiner am Nachhauseweg von der Monatsversammlung nachfolgendes Foto des Spektakels über dem Linzer Himmel von Gaumberg aus geschossen.



HIER geht es zu weiteren Aufnahmen von Vereinsmitgliedern in dieser Nacht.





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