Neben den bereits vorgestellten Vortragsmöglichkeiten, vereinsintern oder öffentlich gibt es natürlich auch praktische Astronomie im Internet.
Beobachtungsevents
, digitale astronomische Beobachtungen vom PC aus, sowohl lokal als auch global.

Die internationale Organisation Astronomers Without Borders hält ungeachtet von Covid19 am globalen Astronomiemonat fest.
Eben auch den derzeitigen Bedingungen geschuldet natürlich ausschließlich online!


HIER GEHTS ZUM AKTUELLEN PROGRAMM

Ein treuer Partner von AWB für virtuelle Beobachtungen ist der Italiener Gian Luca Masi der auch in Zeiten der schweren Pandemi sein Remote Observatorium offen gehalten hat
 und für internationale Liveübertragungen im Globalen Astronomiemonat zur Verfügung stellt.

So übertrug er natürlich auch für viele Menschen rund um den Globus LIVE die schöne Begegnung der Venus mit den Plejaden.

Er nimmt alles auf's Korn was sich am Himmel bewegt - sehr gerne Asteroiden und Kometen.


HIER
gehts zum Virtuellen Teleskop in Ceccano, Italien

ca. 100km südlich von Rom stehen die Teleskope



Die Teleskope können auch remote genutzt werden. Infos dazu HIER

Gianluca Masi generierte daher am 9. April Live-Bilder vom sich leider auflösenden Kometenkern des ursprünglich hoffnungsvollen Kometen C/2019 Y4 Atlas.
Zur schnellen Bildbearbeitung kam das weltweit beliebte Programm ASTROMETRICA unseres Exobmanns Herbert Raab zum Einsatz.

 


PROGRAMM HERE

Am 12. April übertrug Geoffrey Wyatt für AWB vom südlichen Sternenhimmel - Titel: "Southern Sky Gems"

The host for this evening was Geoffrey Wyatt*) the Education Program Producer (Science) for the Powerhouse Museum incorporating Sydney Observatory. Of course the observatory in Sydney was due to Covid-19 restrictions closed and Geoffrey did the LIVE-streamingsession from his well equipped private observatory. The weather was fine and we looked at the brightest radio sources in the sky NGC 5128, which is thought to be the result of colliding galaxies roughly 16 million light years away. We have also seen the most magnificent globular cluster of them all, Omega Centauri, the Jewel box, of course NGC 3372 Eta Carinae with its supernova progenitor and the Tarantula nebula more than 200,000 light years away. We even have been able to look at the finest nebulae in the southern sky, M42 though it has been already very low in the west.

*) He began working at Sydney Observatory in 1986 while an undergraduate at the Sydney Institute of Education studying to become a physics and chemistry teacher. He loves astronomy education so much that he stayed and became the Senior Astronomy Educator, Acting manager and now, the Education Program Producer (Science) for the Powerhouse. He was the first person to win the David Malin**) Astrophotography competition twice and his images have featured on Space Weather. He also won the MAAS Staff development award and while trying something different for fun, the NSW TAFE State Medal for Conveyancing.

**) David Malin, der AngloAustralier, der auch "Vater der RGB-Farb-Astrofotografie" genannt wird, hat auch schon die Kepler Sternwarte Linz besucht, wo ich ihn 2011 mit unserem leider schon verstorbenen Vereinsmitglied Erwin Obermeier persönlich zusammgebracht habe, denn dieser stand bereits seit 1985 gemeinsam mit Erich Meyer mit David Malin in brieflichem Kontakt (e-mail & Internet gab es ja damals noch nicht) bezüglich der RGB Technik für Astrofotos auf Film - ein Riesenaufwand. Aber der freundliche Wissenschaftler hat unsere beiden, in ihrem Privatobservatorium Davidschlag tätigen Amateurastronomen, immer sehr freundlich aus der Ferne beraten und unterstützt. Die Bilder zeigen das Zusammentreffen mit Erwin und wie in Ordnern mit dem damaligen Briefverkehr geblättert wurde. (Anm. Stübler)

Liest man den einen oder anderen Report auf der AWB-Seite, begegnet man natürlich auch hier den etwas ungewohnten, verstörenden Bildern mit Maske.

EINES HABEN ALLE REPORTS GEMEINSAM - MEHR DENN JE GILT DAS MOTTO: "ONE PEOPLE,ONE SKY"
Der Zusammenhalt von uns allen, die wir im selben Boot Sitzen, unserem einzigen "Raumschiff Erde" gewinnt immer mehr an Bedeutung!


PROGRAMM HERE

In Zeiten der Pandemie, sind auch Remote-Observatorien, in denen man Teleskope mieten kann gefragter denn je.
Nachfolgend ein Beispiel von vielen - u.A. eine Möglichkeit sich selbst ein Bild vom Südhimmel zu machen.




Das itelescope.net in Siding Spring beherbergt eine Vielzahl an leistungsfähigen Remotetelekopen zu fairen Preisen. Klar das Vergnügen kostet Geld,
aber zum Südhimmel zu reisen auch, und das ist überdies zur Zeit  auf unbestimmte Zeit eben auch nicht möglich :-(
Also wer den Tarantlnebel, die Magellanschen Wolken, Omega Centauri usw... ablichten will HIER geht es.




Das Schöne ist als Nutzer des itelescope.net stehen einem, neben den vielen Teleskopen in Australien, auch Teleskope in Spanien und NewMexico zur Verfügung. Es macht auch Spaß, wenn es bei uns regnet und in Australien das Wetter schön ist, gemütlich am Nachmittag beim PC sitzend Astrofotos vom Südhimmel zu machen. 

Man versetzt sich am Besten virtuell mit Stellarium an die andere Seite der Welt, studiert den Südhimmel und sucht sich sein Objekt der Begierde aus.


Im Kreuz des Südens soll das Himmelsfeld rund um Herschl's Schatzkästchen (JeweleryBox) untersucht werden.

Die Bedienung ist einfach und für jeden der eine Astrokamera schon bedient hat selbsterklärend. Man hat die Wahl zwischen Farb- und SW-CCD Kameras mit diversen Filterrädern, nach der Belichtung kann man sich das Bild als Fits-Datei via FTP herunterladen und gemütlich zuhause in gewohnter Weise bearbeiten. Es gibt eine Hotline zum Operator vor Ort, falls erwas schief geht. Die Kosten (Punktesystem) für Belichtungszeiten für Aufnahmen die wegen technischer Mängel schief gehen, werden prompt und unbürokratisch zurückerstattet. Man bezahlt immer nur reine, erfolgreiche Belichtungszeit.


Ein Singleshot/Luminanz  mit 300sec. soll das Feld mit einem kurzbrennweitigen Takahashi sichtbar machen.

Nachfolgend ein Ausschnitt vom Fitsheader einer Aufnahme nach dem Download via FTP-Server

READOUTM= 'Mode 1 ' / Readout mode of image
FILTER = 'Luminance' / Filter name
IMAGETYP= 'Light Frame' / Type of image
SITELAT = '-31 16 24' / Latitude of the imaging location
SITELONG= '149 03 52' / Longitude of the imaging location

JD = 2458954.0895717591 /Julian Date at start of exposure
FOCALLEN= 530.00000000000000 /Focal length of telescope in mm
APTDIA = 106.00000000000000 /Aperture diameter of telescope in mm
APTAREA = 8824.7340095043182 /Aperture area of telescope in mm^2
SWCREATE= 'MaxIm DL Version 5.23 140126 0KJR5' /Name of software that created
the image
SBSTDVER= 'SBFITSEXT Version 1.0' /Version of SBFITSEXT standard in effect
OBJECT = 'NGC4755 ' / Target object name
TELESCOP= 'iTelescope 9' / Telescope name
INSTRUME= 'FLI ' / Detector instrument name
OBSERVER= 'Johannes Stuebler' / Observer name
NOTES = ' '
FLIPSTAT= ' '
CSTRETCH= 'Medium ' / Initial display stretch mode
CBLACK = 1818 /Initial display black level in ADUs
CWHITE = 8724 /Initial display white level in ADUs
PEDESTAL= -100 /Correction to add for zero-based ADU
SWOWNER = 'Brad Moore' / Licensed owner of software
SWMODIFY= 'MaxIm DL Version 5.23 140126 0KJR5' /Name of software that modified
the image
HISTORY Bias Subtraction (Bias 2, 4008 x 2672, Bin1 x 1, Temp -25C,
HISTORY Exp Time 0ms)
CALSTAT = 'BDF '
HISTORY Dark Subtraction (Dark 2, 4008 x 2672, Bin1 x 1, Temp -25C,
HISTORY Exp Time 3600s)
HISTORY Dark-Bias(Bias 2,4008 x 2672,Bin1 x 1,Temp -25C,Exp Time 0ms)
HISTORY Flat Field (Flat Luminance 1, Luminance, 4008 x 2672, Bin1 x 1,
HISTORY Temp -25C, Exp Time 6s)
USERNAME= 'jstueblerxxxx''
HIERARCH iTelescope = 'iTelescope 9'
HIERARCH iTelescopePlateScaleH = '3.49811333127843'
HIERARCH iTelescopePlateScaleV = '3.49811333127843'
DATE-HP = '2020-04-14T14:08:59.114'
HIERARCH RollAngle = '176.338050063103'
PIERSIDE= 'EAST '

Zum Kalibrieren der Bilder stehen je Teleskop aktuelle Datenbanken von Darkframes und Flats zur verfügung, die man sich herunterladen kann. Man spart sich somit kostbare, weil kostenintensive Belichtungszeit.


Und hier das kalibrierte Einzelbild ... gleich gegengechecked im Astrometry.net
Man will ja wissen ob das wirklich die gewünschte Gegend war - quod erat demonstrandum ;-)

...... oder auch hier nachfolgend noch einmal in Stellarium gegenübergestellt.

Man kann sich natürlich auch Teleskope mit größerer Öffnung mieten und damit viel mehr machen. Nachfolgend ein paar Aufnahmen als Beispiel.


vom einzelnen Rohbild je Farbkanal ......


...zum fertigen Farbbild von CentaurusA (NGC5128) Foto:Stübler


OMEGA Centauri   Foto: Sübler


Eta Carinae Nebel  Foto: Stübler

Auch ausgefallenere Ziele kann man sich suchen. zB. die Terzan-Objekte, wie zB. Terzan 5, ein Relikt aus den frühen Tagen der Milchstraße, aufgenommen mit einem 50cm CDK.


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Im Gegensatz zu den allermeisten Kugelsternhaufen, die nur aus einer Sternpopulation bestehen, entstand Terzan 5 in zwei Schüben. Eine Population entstand vor 12 Milliarden Jahren, eine jüngere vor 6 Milliarden Jahren. Ein vergleichbarer Aufbau war bislang nur von Omega Centauri bekannt. Da Untersuchungen des VLT zeigten, dass Terzan 5 über eine größere Masse verfügt als ursprünglich angenommen, wird in Verbindung mit seiner komplexen Zusammensetzung davon ausgegangen, dass es sich um ein Überbleibsel einer im Anfangsstadium unserer Milchstraße eingefangenen Zwerggalaxie handelt.
Ein internationales Team aus Astronomen nahm die dicken Staubwolken des galaktischen Bulges genauer unter die Lupe und fand eine ungewöhnliche Mischung an Sternen im Sternhaufen Terzan 5. Diese neuen Ergebnisse sind ein Hinweis darauf, dass es sich bei Terzan 5 tatsächlich um einen primordialen Baustein des galaktischen Bulges und damit höchstwahrscheinlich um ein Relikt aus den frühen Tagen der Milchstraße handelt. In Terzan 5 wurden auch mindestens 20 Pulsare, darunter der bislang am schnellsten rotierende Millisekundenpulsar PSR J1748-2446ad entdeckt.


Nicht gerade eine Schönheit, aber ein exotisches Objekt  machbar vom Schreibtisch aus ;-)



Da machen SMC und LMC schon mehr Freude.

Wie auch immer - fotografische Remotebeobachtungen sind auch eine schöne Beschäftigung ... nicht nur in Pandemiezeiten.


Eine nächtliche Stimmungsaufnahme  Quelle: Webseite  itelescope.net

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Alle Rechte, Kepler Sternwarte Linz, Linz/Austria